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Henning Kober


Henning Kober spielt dezent, beinahe minimalistisch – von der Eröffnungsszene an: „Bravo“ rufen ihm seine Kollegen entgegen, ein Spalier bildend, als Höfgen die Kantine des Hamburger Künstlertheaters nach der Vorstellung betritt….sein Danke ist kaum zu hören. Empfindet er es als Last, der Star an einer Provinzbühne zu sein?...Als Höfgen das Gesicht zur Mephisto-Fratze schminkt, verdeckt das Weiß endgültig jede menschliche Regung. Als die Wegbegleiter von einst Deutschland verlassen haben oder Opfer der Faschisten geworden sind, wünscht sich der Ministerpräsident, sein Liebling möge den Hamlet geben. Zögerlich geht Höfgen über den schmalen Steg, der über den Orchestergraben führt, bis an den Bühnenrand. Verkrampft fingert er im blanken Totenschädel herum, stammelt mehrmals die berühmten Worte vom „Sein“ und bricht ab. Er lässt die Hand mit dem Schädel sinken, die hängenden Schultern gestehen sein Scheitern ein. Und er entscheidet sich gegen den Abgrund, der das Publikum ist. Er dreht sich um und geht auf den Ministerpräsidenten zu. Niemand ruft mehr „Bravo“ – die Menschen, die ihm zuletzt höflich applaudierten, sind nur noch mit dem Nicht-Sein anderer beschäftigt.

Kai Bremer , THEATER HEUTE

 

 

…und Henning Kober, sind die virtuosen Wortführer der Poesie und bringen den Text bisweilen zu einer sprachlichen Dichte, die den Zuschauer fast überfordert.

Bettina Schröm, SÜDKURIER

 

 

Der Schauspieler Henning Kober las „Die Nachtigall“, der Pianist malte dazu mit impressionistischer Delikatesse…war ein rechtes Märchen- und zugleich Theaterereignis. Denn der Mime las in beruhigendem Plauderton, er inszenierte den Text. Wie er Worte wie „Porzellan“ intonierte, wie es sein pianistisches Echo fand, wie er die Hofschranzen artikulierte, oder liebevoll von der „kleinen lebenden Nachtigall“ schwärmte… das war ein Serenaden-Märchen, ein Erzähl-Melodram, das nicht nur kurzweilte, sondern mit allen Künsten dieser Serenade die Verlockung auf die mit diesen Tonkünsten von fremden Ländern und Menschen spielende „Zaide“ Mozarts steigerte.

Helmut Weidhase, SÜDKURIER

 

 

Eindrucksvoll auch wie Henning Kober den Geschworenen Nr.4 entwickelt: Anfangs eher blasiert und abwesend, nur an seiner Börsenzeitung interessiert, dann zunehmend aufmerksam, sachlich für einen Schuldspruch argumentierend, zum Schluß den besseren Argumenten nachgebend.

Heiko Postma , HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

 

 

Henning Kober spielt den Tagträumer brillant und versteht es seine Umwelt einzuwickeln. …ausgiebigen Applaus, vor allem für den überzeugend dargestellten Idealisten Elwood P.Dowd von Henning Kober.

Michael R. Schade, NEUE RUNDSCHAU

 

 

Beinahe schon hinreißend Henning Kober als der unbedarft wirkende, sich herrlich altmodisch artikulierende Gentleman Elwood mit dem Charme eines großen Jungen … Das Premierenpublikum war begeistert

Alexia Sailer, SÜDKURIER

 

 

Der Gewinner heißt letztlich Henning Kober…agiert überzeugend, trifft den richtigen Ton zwischen Verzweiflung, Weinerlichkeit und ansatzweisem Aufbegehren. Zu Recht gibt`s Viel Beifall und Bravos, nachdem Kober seinen bitteren Schlußmonolog gesprochen hat.

Jörg Worat, NEUE PRESSE

 

 

….klatschen die Besucher am Schluß kräftig, es gibt Bravos. Die gelten Henning Kober, und der baumlange Schauspieler hat sie verdient: beängstigend intensiv gibt er den verzweifelten Beckmann wieder…

Janus Baumann, BILD-ZEITUNG